ZEITREISE
PERFORMANCE
Was wäre, wenn Zeitreisen wirklich möglich wären? Genau dieser spannenden Frage geht das ART COLЛEKTIV in diesem intergenerationellen Projekt nach.
Inhaltlich setzen sich unterschiedliche Protagonistinnen und Protagonisten mit den Themen Nationalsozialismus, gesellschaftlicher Wandel, unsichere Zukunft und Gefahren der Gegenwart auseinander.
Persönliche Erinnerungen, Träume und Ziele werden in einer lebendigen Live-Performance mit analogen Medien, Musik, Malerei und Geräuschen erfahrbar gemacht.
ANKUNFT DAVAJ VOYAGE
EXPERIMENTAL FILM
(35 Minuten)
Ein Film aus dem Super 8 mm Filmmaterial von Amateur- Filmemacher und Interviews zum Thema Reisen
Wir erinnern uns anderes als wir sehen. Und wir sehen anderes, als wir fotografieren. Und doch fotografieren wir, um uns zu erinnern. Was ist das besondere am Ver-Reisen, so dass gerade dies in den Fokus der fotografischen und filmischen Arbeit fällt?
BADMAN CITY
PERFORMANCE
Unsere modernen Städte verändern sich rasant. Glastürme von immer spektakulärerer Architektur schießen wie Pilze nach dem Regen aus dem Boden – gewaltig wie Schlachtschiffe, stets höher und monumentaler. Wie Bakterien und Viren breitet sich diese Entwicklung über die ganze Welt aus. Dieses exklusive, nicht integrative Wachstum der Architektur zeigt sich in schieren Fassaden aus Glas und Metall, die sich mit kühler, abweisender Schönheit unter dem Diktat des Nicht-Integrierens in den Himmel erheben.
Terra or a Dice Play
Performance
Zu Beginn ertönt das verstärkte und verzerrte Signal einer Festplatte, vielleicht als Zeichen, dass all dies nur gespeichert ist und nicht mehr stattfindet? Auf der linken Seite, der Seite
des Herzens, sehen wir eine skurrile Projektion. Scheinbar
sehr alte Filmaufnahmen zeigen die Zukunft der Erde, als menschenleeres Gebiet. In der Mitte ist ein abgestecktes Gebiet mit einem Mittelpunkt, der nicht betreten werden darf. Sowie ein Tisch mit allerlei akustischen Geräten. Rechts, auf der Seite der Logik, sehen wir vier Personen die Würfeln. Immer wieder scheint das Ergebnis der Würfel einen Spieler zur Tat aufzufordern.
Die Performance beginnt.
COSMICUS
Experimentalfilm Trilogie
Ausgehend von der musikalischen Vision des Komponisten Harald Ansorge, der mit Cosmicus eine Trilogie aus den Teilen Terra, Flumen und Urbs schuf, begab sich der Filmemacher Johann Robin auf eine weltumspannende Bildsuche. Mit diversen Kameras bereiste er unterschiedliche Landschaften und Lebensräume, um visuelle Entsprechungen zu Ansorges Klangwelten zu finden. Aus diesem künstlerischen Dialog zwischen Musik und Bild entwickelte das ART-Collektiv eine außergewöhnliche Filmtrilogie, die analoges und digitales Material miteinander verbindet. 8-mm- und 16-mm-Aufnahmen sowie digitale Bilder aus Japan, Sibirien, Kroatien, Italien und Deutschland verschmelzen zu einer poetischen, vielschichtigen Reise durch Natur, Bewegung und urbane Räume.
ZEITREISE - Eine Live Film Performance
ca 40 Minuten
Live Foleys und Musik, Live Projektion, 8mm und 16mm, Live Zeichnungen, Malerei und Collagen über Leuchttisch
„Eine interdisziplinäre Live-Performance, bei der Musik, Geräuschkunst, analoge 8-16mm Projektionen, Zeichnung, Malerei und Collage gleichzeitig entstehen und sich vor den Augen des Publikums zu einem in Echtzeit erzeugten Film verdichten.“
Ausschnitt aus der Performance im DA Kunsthaus Gravenhorst 2026
Informationen
BILD
Visuele Ebene
Live-Zeichnungen sind vergänglich, sie entstehen, erscheinen, verweilen einen Augenblick um gleich wieder zu verschwinden. Was bleibt, ist ein Bild in der Erinnerung.
Die Hand bewegt den Stift, den Pinsel, die Feder oder die Druckwalze über den Leuchttisch. Spuren entstehen. Linien, Formen und einzelne Elemente werden zu Bildern. Unsichtbare Welten tauchen kurz auf und verschwinden bald wieder.
Dabei erleben die Zuschauer nicht nur das Endergebnis, das geplante Bild, sondern den zeichnerischen Prozess, die Entstehung des Bildes wird sichtbar, gerät in den Vordergrund.
Während der Zeichenperformance werden verschiedene Techniken verwendet, es wird gezeichnet, gemalt, Bilder aus vorbereiteten Schablonenformen zusammen ausgelegt. Tusche, Sand, Druckfarben und Druckwalzen kommen zum Einsatz. Das zeichnerische Reper- toire und die vorbereiteten Formen und Folien dienen als Grundmaterial im großen Lagerraum. Technik und Erfahrung aus Malerei, Zeichnung und Druckgrafik werden angewendet. Es wird geforscht und experimentiert. Dabei wird der Versuch unternommen die Zeit einzufan- gen. Die Bewegung ist in der Gegenwart und wird sofort zur Vergangenheit.
Was passiert, wenn Wort und Zeichnung sich begegnen? Wie packt man eine Zeichnung in bestimmte Zeitfenster? Und was passiert, wenn Klang dazu kommt? Wie funktionieren die Zeichnungen und der Ton zusammen? Die künstlerisch, experimentelle Reise begibt sich auf die Suche nach Antworten.
KLANG
Klangliche Ebene
Musik, Foleys (Arbeit des Geräuschemachers) und Sound Design
Wie das weiße Blatt Papier oder der leere Leuchttisch, so ist auch die Klangebene bedroht vom „Horror Vacui“. Deshalb braucht jeder Abschnitt, jede Geschichte einer Zeitreise eine Art Gerüst. Dieses Gerüst wird aus einem einfachen Rhythmus bestehen, der Urform aller Musik. Gespielt mit einem Instrument, das so speziell und doch ubiquitär verbreitet ist und dessen Alter keiner recht bestimmen kann, der Maultrommel. Jedes Bild, jede Zeitreise bekommt ihren eigenen Rhythmus.
Gleich dem Einsatz von Farben werden der rythmischen Ebene Flächen vom Klang der E-Geige hinzugefügt.
Zeitepochen werden musikalisch aufgegriffen, geht es z.B. um die 1960er so wird ein Hendrix Gitar- ren-Riff, geht es um die Romantik eine Passage aus Mahlers des Knaben Wunderhorn angedeutet.
Tauchen im Bild Gärten auf, so hören wir Vögel, bergige Landschaften werden mit Wind und Schiffahr- ten mit Wellen lebendig. Diese Geräusche werden wenn möglich Live gemacht oder Live eingespielt.
In langen Proben wird das exakte Timing für die Sprachaufnahme, also die gesprochene Zeitreise festgelegt. Auch diese wird Live eingespielt oder gar Live vorgetragen.
Und so füllt sich Ebene um Ebene und formt eine Klangschaft die es schafft Bilder- und Geschichtenwelt zu verbinden. So können wir loslassen und wir verlieren uns in der Zeit, Reisen durch sie, um am Ende wieder sicher in der Gegenwart zu landen.
Ausschnitte anderer Aufführungen:
Gemeinschaftsaustellung Auftakt, ART COLЛEKTIV 2025
DA Kunsthaus Kloster Gravenhorst
Ein kurzer Film über die Ausstellung
Johan Robin
« L’air du voyage en plastique » & « Bewegungsprinzip »
Für mich ist Reisen gleichbedeutend mit Bewegung. Ohne Bewegung ist es unmöglich zu reisen. « Digital » zu reisen ist eine andere Geschichte.
L’air du voyage en plastique
Eine Video-Rückprojektion ohne Ton.
Menschen verfügen über zahlreiche Fortbewegungsmittel – zu Fuß, mit Fahrrad, Auto, Zug oder Flugzeug. Tiere nutzen nur, was die Natur ihnen gegeben hat: Beine, Flügel oder Flossen. Objekte hingegen bewegen sich meist durch äußere Kräfte wie den Menschen, das Wasser oder den Wind.
Ein Fußball reist normalerweise nicht, wenn man ihn tritt. Doch Elemente wie Wasser und Wind können Dinge mitnehmen und treiben lassen. Im Fluss folgt ein Gegenstand der Strömung, je nach Auftrieb und Form. Der Wind dagegen erzeugt unvorhersehbare, improvisierte Bewegungen – eine spontane Choreografie ohne festen Anfang oder klares Ende.
Als ich eine Plastiktüte filmte, entdeckte ich genau eine solche Reise. Ich folgte ihr mit der Kamera, ohne zu wissen, wann ihr lautloser Tanz enden würde. Und es blieb die Frage: Wann endet die Reise einer Plastiktüte?
Bewegungsprinzip
Zwei Super-8-Projektionen laufen als Endlosschleifen. Die Filme werden mit 6 Bildern pro Sekunde über Führungsrollen im Kreis geführt. Die Schleife erzeugt eine kontinuierliche, kreisförmige Bewegung – eine ununterbrochene Bildfolge. Wiederholung wird zum Prinzip: zugleich beruhigend und verstörend.
Loop 1
Abstrakte Objekte bewegen sich mit ungewöhnlicher Geschwindigkeit. Atome erscheinen und verschwinden. Sichtbar wird reine Ortsveränderung – Bewegung als physikalischer Prozess.
Loop 2
Tiere auf der Flucht. Ein Rudel wird zur Bewegung gezwungen. Diese erzwungene Fortbewegung ist eine ungewollte Reise: Flucht.
Anja Tchepets
Reisebücher: eine Karte der Erinnerungen in Farbe und Emotion
Ein gemaltes Reisebuch ist für mich ein stiller Dialog mit den Orten, die ich besucht habe. Die Bilder bewahren Zeit und Gefühl – sie lassen Momente lebendig werden, anders als Fotos oder Worte es können.
Unterwegs entstehen Skizzen und Notizen, manchmal auch Malereien vor Ort – kostbare Augenblicke, in denen ich das Geschehen unmittelbar aufnehme und verwandle. Aus Zeit wird Geschichte, aus Beobachtung Stimmung.
Zurück im Atelier reise ich erneut, diesmal durch Erinnerung. Aus Fragmenten wachsen die Reisebücher. Es geht nicht um Perfektion, sondern um das Einfangen flüchtiger Momente – von Landschaften, Räumen und Menschen. Im Zeichnen entdecke ich Details, die sonst verborgen blieben. Farbe, Licht, Schatten und Papier lassen den Ort in meiner eigenen Wahrnehmung weiterleben.
Harald Ansorge – Zu den Fotoserien:
Auf meinen Reisen sammle ich Fragmente – Textsplitter, photographische Bilder, Klangaufnahmen, musikalische Skizzen. Es sind Fundstücke des Unterwegsseins, die sich zunächst als einzelne „Objekte“ manifestieren. Manche von ihnen entwickeln sich später in Zusammenarbeit mit anderen Künstlern weiter. Aber erst wenn der Entstehungsprozeß der einzelnen „Werke“ längst beendet ist, beginnt meine eigentliche künstlerische Arbeit, das Arrangieren, Komponieren, das ins Verhältnis setzen, so dass die Serien von Photographien anfangen zu leben.Die Bilder werden mit Text verbunden. Die Worte kommen, stabilisieren sich, verbinden sich, Halbsätze arrangieren sich zu einer Kurzprosa und laufen innerhalb eines zeitlichen Rahmens, eines Films gleich und bekommen durch die intime Klangebene eine tiefe Stimmigkeit. Es muss sich bewegen, im Betrachter!
Zur Installation:
Wohin soll denn die Reise gehen II
Der Koffer ist das Symbol allen Reisens, ob Urlaub, Geschäftsreise oder eine Fahrt zu Verwandten, zu Beginn jeder Reise steht der Koffer.
In der Installation öffne ich die Koffer für die Besucher, doch auf den ersten Blick sind sie leer, jedoch bald schon hört man die Erinnerungen des Verschwindens aus dem Objekt. Der Koffer, der leere Koffer, ist hier nicht nur Symbol sondern erst durch den Koffer werden die Töne wahrnehmbar, denn die Koffer sind tatsächlich die Lautsprecher, die Wandler, sie reaktivieren die konservierten Schwingungen und erfüllen die Luft des Jetzt mit den Tönen der Erinnerung und so besteht die Chance, auch jetzt und hier, für ein paar Augenblicke zu verschwinden; um anzukommen.
Was ist das Besondere am Ver-Reisen? Geht es wirklich um das Erkunden von Neuem oder nicht vielmehr um das Entschwinden aus dem Alltäglichen? Wieso muss gerade dieses Entkommen dokumentiert werden? Hat man Angst sich auf die Erinnerung zu verlassen?Heute leben wir in einer fortlaufenden Bilderflut, in der die Entwicklung einer verläßlichen Ästhetik kaum noch möglich scheint. Super 8 Material hatte nicht die Beliebigkeit der digitalen Medien von heute, wo wir unüberlegt und inflationär filmen und fotografieren. Uns droht ein Archiv, das wir nicht mehr beherrschen, wir müssen nach dem Filmen selektieren. Wir leben in einer Löschkultur.Film hingegen war wertvoll und zeitaufwendig, man musste die Spule erst zu Ende filmen und anschließend lange warten bis sie endlich entwickelt wurde. Alles außer komplett weiß oder schwarz besaß eine Wertigkeit und wurde behalten, egal ob verschwommen oder überbelichtet, es war eine Erinnerung, ein Andenken an einen besonderen Moment, es war ein Stück Wahrheit!Johan Robin lebt die Sammel-Kultur und versucht sein Archiv aus unzähligen privaten 8mm Aufnahmen zu beherrschen und zu beleben. Mit Anja Tchepets und Harald Ansorge gelingt es die immanente Kraft der Bilder zu erspüren und in unsere Zeit, in unsere Wahrnehmung zu transferieren.In dem Projekt ANKUNFT DAVAI VOYAGE werden vergessene Bilder zu einem neuen Leben erweckt. Es entstehen Fragen zum Thema Reisen, Sein und Filmen, und die Künstler geben sie weiter an Menschen, die
sie auf ihren Reisen kennenlernen.
FILMPROJEKTION
ANKUNFT DAVAJ VOYAGE
Die Ikonografie des Reisens in bewegten BildernEine Rauminstallation für mehrere Projektionsflächen und KlangkunstDie bewegten Bilder von damals sind heute nicht etwa ein Echo aus ferner Zeit, sondern sie sind etwas eigenes, eine eigene, eine andere Welt, und durch das Betrachten der Installation bekommen wir die Möglichkeit in diese Welt einzutreten. Wir werden mitgenommen zu fernen Orten, ohne uns selbst dort–
hin bewegen zu müssen. Wir reisen mit, und bleiben doch, wo wir sind. Überall finden wir rote Fäden, die aus dem alten Filmmaterial heraushängen, Geschichten die abbrechen, Gesichter die wieder auftauchen, Orte, die wir zu kennen scheinen und am Ende gelingt es eine Geschichte zu formen, in der neue Kontexte, Zusammenhänge und Bedeutungen entstehen. Wir bilden im ZUSCHAUEN einen Resonanz- und Kombina– tionsboden, auf den diese bewegten Bilder fallen und in uns entsteht, durch die Sprachen der Montage undder Klangkunst diese eine neue Welt.Erinnerungen der Vergangenheit werden heute zur Fiktion von morgen.Die Grundlage für das Projekt ist eine große, über Jahrzehnte gewachsene Sammlung analoger Amateur– filme, tausende Meter von 8-mm Filmaufnahmen aus der ganzen Welt ein ganzer Bilderkosmos zeigt das Reisen ab Mitte der 1950er bis Ende der 1990er Jahre.Die bewegten Bilder dienten einst der Erinnerung, heute erschaffen sie gekoppelt an die erzählten Geschichten und eine Soundcollage aus den Geräuschen von 8mm Film, Foleys und einem Sounddesign, das sich am Amateurklang der damaligen Zeit orientiert eine neue Erfahrungswelt. Musik mit analogen Synthesizer, dem Klang der damaligen Zeit, unterstüzen diese Wahrnehmung. Wir können nun losgelöst von den ursprünglichen Autoren durch eine neugeschaffene Welt reisen.
Der Film kann installativ auf drei Leinwänden projiziert werden und wird begleitet von der Installation „Wohin soll denn die Reise gehen“ von Harald Ansorge, siehe Bild rechts
BADMAN CITY
Trailer, Performance
Eine Rauminstallation mit mehreren Projektionsflächen für Film- und Videomaterial, Live-Zeichnungen und Animationen, die akustisch untermalt sind
JOHAN ROBIN (Video & Film (8mm + 16 mm)
ANJA TCHEPETS (Live-Zeichnungen & Projektionen)
HARALD ANSORGE (Soundscape)
Unsere modernen Städte verändern sich sehr rasant. Glastürme von immer spektakulärer Architektur schiessen in die Höhe wie Pilze aus der Erde nach dem Regen, die zu Schlachtschiffen werden, immer höher und riesiger. Wie Bakterien, Viren, wie eine Plage,die sich über die gesamte Welt verbreitet. Dieses exklusive und nicht integrative Wachstum der Architektur, der schiere Seiten aus Glas und Metall erheben sich mit ihrer kühlenden Schönheit.
TERRA OR A DICEPLAY
HARALD ANSORGE (Konzept, Soundscape & Performance)
JOHAN ROBIN (Video, Film & Performance)
ANJA TCHEPETS (Performance)
Zu Beginn ertönt das verstärkte und verzerrte Signal einer Festplatte, vielleicht als Zeichen, dass all dies nur gespeichert ist und nicht mehr stattfindet? Auf der linken Seite, der Seite
des Herzens, sehen wir eine skurrile Projektion. Scheinbar
sehr alte Filmaufnahmen zeigen die Zukunft der Erde, als menschenleeres Gebiet. In der Mitte ist ein abgestecktes Gebiet mit einem Mittelpunkt, der nicht betreten werden darf. Sowie ein Tisch mit allerlei akustischen Geräten. Rechts, auf der Seite der Logik, sehen wir vier Personen die Würfeln. Immer wieder scheint das Ergebnis der Würfel einen Spieler zur Tat aufzufordern. Die Performance beginnt.
Uraufführung fand in der Akademie der Bildenden Künste München Dezember 2018 statt.
COSMICUS
HARALD ANSORGE (Musik, Kamera)
JOHAN ROBIN (Kamera, Schnitt)
ANJA TCHEPETS (Dramaturgie)
Cosmicus ist ein symphonisches Hörstück in drei Sätzen. Es ist unterteilt in urbs (Stadt/urban), terra (Erde/Land) und flumen (Fluss/Wasser). Komponiert von Harald Ansorge.
Es kommen subharmonische Synthesizer, elektrische Violen, E-Bass, Blechblasinstrumente, Becken, Stimmen, Steine und viele weitere Klänge zum Einsatz.
In Zeiten fortschreitender Globalisierung vergessen wir innezuhalten und unseren Planeten zu betrachten, vergessen wahrzunehmen wo wir eigentlich sind, um von diesem Standpunkt zu begreifen was wir sind.
Robin und Ansorge wagen mit der Reihe „Cosmicus“ (Terra, Urbs and Flumen) den Moment des Stillstands, den Moment eines näheren Blicks, wagen Ästhetik und lassen uns fallen ins JETZT.
Johan Robin arbeitet sowohl mit DSLR Kameras als auch mit 16 mm und S8 mm Filmmaterial.
Teilweise war das Filmmaterial abgelaufen (Terra, 16 mm Material von 1965). Der Film wurde selbst entwickelt und es kam dadurch und aufgrund des Alters zu experimentellen Effekten. Der Film war unter oder überbelichtet, nach der digitalen Bearbeitung sind Effekte nach dem Zufalls Prinzip entstanden.
Bei Urbs, ist ein Mischung aus S8 mm von Kodak und Single 8mm aus Japan, Schwarz Weiss und Farbe eingesetzt worden.
Flumen enthält 16 mm aus 1965, S8 und Single 8mm Filmmaterial.
Für den Dreh auf 16mm ist die Russische Krasnogorsk 3 benutzt worden. Gedreht wurde mit 18 und 24 B/sec.









